Grün.Links.Denken

30. Januar 2019
von Alexandra Geese
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YouTube, Twitter, Facebook – was bedeutet die Privatisierung der öffentlichen Meinungsbildung für die Demokratie?

Der Einfluss digitaler Plattformen wie YouTube, Facebook und Twitter auf die politische Meinungsbildung wird kontrovers diskutiert. Belastbare Studien sind Mangelware. Dennoch stellt sich die Frage: Dürfen wir tatenlos zuschauen, wie der politische Diskurs sich nach rechts verschiebt, weil die Wirkung der digitalen Plattformen zwar mit bloßem Auge sichtbar, aber komplex und nicht wissenschaftlich erwiesen ist? Der Zusammenhang zwischen dem Erstarken von Rassismus und Frauenfeindlichkeit sowie der Wahl rechtspopulistischer Regierungen weltweit auf der einen Seite und der hochfrequenten Aktivität rechter Gruppen im Internet auf der anderen muss für uns Grund genug sein, Gegenstrategien zu entwickeln. Ich möchte diese Korrelation kurz anhand des UN-Migrationspaktes erläutern und im Anschluss mögliche Lösungsansätze auf europäischer Ebene skizzieren.

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7. Dezember 2018
von Toni Hofreiter
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Strukturen der Ungleichheit bekämpfen

In einer inklusiven Gesellschaft können alle Menschen teilhaben, unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Wohnortes, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihrer individuellen Fähigkeiten. Voraussetzung für den Zusammenhalt einer solchen Gesellschaft ist ein handlungsfähiger Staat, der Chancen und Teilhabe durch starke öffentliche Institutionen sicherstellt. Ein solcher Staat garantiert zu jeder Zeit eine Absicherung gegen die großen Lebensrisiken wie Altersarmut, Arbeitslosigkeit oder Pflegebedürftigkeit. Klare Spielregeln und deren Durchsetzung sorgen dafür, dass einzig die eigene Leistung darüber entscheidet, ob jemand am Ende des Monats mehr im Geldbeutel hat als andere. Eine solche Gesellschaft garantiert gesellschaftliche Teilhabe und verhindert eine immer größer werdende und sich verfestigende Ungleichheit.

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9. November 2018
von Katharina Dröge
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Klare Regeln für die Globalisierung statt Abkommensflut – wie wir den Protektionismus bekämpfen können

Protektionismus, Strafzölle, Handelskrieg – Begriffe, die manch einer schon leicht vergilbt und angestaubt auf dem Dachboden der Geschichte wähnte, sind zurück. Mehr als das: Sie dominieren die Schlagzeilen in den Wirtschaftsressorts der Tageszeitungen und Magazine, seit Donald Trump im Januar letzten Jahres das Weiße Haus bezogen hat. Erst erhob Trump Zölle auf Stahl und Aluminium. Seitdem stehen Drohungen Handelsabkommen wie NAFTA zu kündigen und ein großer Handelskrieg mit China auf seiner Agenda. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Vielmehr droht Trump unverhohlen mit dem Ausstieg aus der Welthandelsorganisation (WTO) und damit – bei aller Kritik an der WTO – mit einer Absage an jegliche Bemühungen, den Welthandel multilateral zu regeln.

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