Grün.Links.Denken

9. Juni 2017
von Jutta Paulus
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Mehr Mut zur Umwelt im Kopf

Das unserer zugeschriebenen Kernkompetenz gewidmete Kapitel atmet den Spagat zwischen dem ökologisch und klimapolitisch Notwendigen und dem „allen wohl und niemand weh“: jegliches „Müssen“ wird, teils geradezu aufreizend umständlich, mit einem „Wollen“ umschrieben; alles, was als „belehrend“ eingestuft werden könnte, wird vorsichtshalber nicht erwähnt – oft auf Kosten der Verständlichkeit von Forderungen. Die Botschaft, dass Umweltzerstörung unsere Lebensgrundlagen bedroht, wird in vielfältigen Varianten wiederholt, ohne aber Ursachen dafür zu benennen. Relativ häufig werden die Auswirkungen auf den Menschen angesprochen, wobei der Versuch, die Sorgen der „normalen“ Bevölkerung (Hochwasser, Wasserpreise; Stickoxide und Feinstaub als Gesundheitsrisiko) in den Vordergrund zu stellen, oft sehr ostentativ daherkommt. Bloß nicht als „Krötenversteher“ erscheinen und bspw. die katastrophalen Auswirkungen des Stickstoffeintrags auf die Landwirtschaft lieber verschweigen. Unverständlicherweise fehlt aber das Argument der Zukunftsfähigkeit in Hinblick auf Wirtschaften mit reduziertem Ressourcenverbrauch: auch wenn Metalle, andere Mineralien oder Sand teils noch absurd billig sind, werden endliche Ressourcen zwangsläufig früher oder später knapp.

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7. Juni 2017
von Sibylle Steffan und Anna Cavazzini
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Das Kapitel Welt im Blick – 8 Thesen zur Bewertung des Wahlprogrammentwurfs

Sibylle Steffan und Anna Cavazzini

Globale Krisen, eine EU, die durch den Brexit geschwächt ist oder die Herausforderungen einer humanen Flüchtlingspolitik: Es gibt keine leichten Rezepte, um die Welt da draußen gerechter und friedlicher zu machen. Das Kapitel “Welt im Blick” ist vermutlich auch deshalb eines der schwierigsten im ganzen Wahlprogramm; das Kapitel wo viele Ideen, Leidenschaften und Überzeugungen aufeinander treffen und in den nächsten Wochen und auf der BDK ausdiskutiert werden müssen. Wir stellen in Form von 8 Thesen unsere persönliche Bewertung des Kapitelentwurfs vor.

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24. Mai 2017
von Bärbel Höhn
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Konsequent umwelt- und soziale Lösungen verbinden – Umwelt im Kopf

Das Programm verbindet sehr konsequent umwelt- und soziale Lösungen. Von der Klimakrise, wo es um Generationen- und internationale Gerechtigkeit geht, bis zu bezahlbaren Mieten, sauberer Luft an Hauptverkehrsstraßen oder besseren Verbraucherrechten bei zu hohen Bankgebühren. Die Bekämpfung der Klimakrise ist notwendig, weil das Nichthandeln zu massiven Schäden für Mensch und Natur führen würde. Abschmelzen der Pole, Anstieg des Meeresspiegels mit Überflutung der Küstenstädte, Extremwetterschäden. Die Schäden des Klimawandels müssen nicht die Verursache bezahlen, sondern Menschen, die gar nichts damit zu tun haben. Auf der anderen Seite bedeutet die Überwindung der Klimakrise eine enorme Transformation in sehr kurzer Zeit mit großen sozialen Implikationen. Diese Dimension ist den meisten Menschen – auch vielen Grünen – noch nicht ausreichend bewusst.

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