Grün.Links.Denken

7. Juni 2017
von Sibylle Steffan und Anna Cavazzini
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Das Kapitel Welt im Blick – 8 Thesen zur Bewertung des Wahlprogrammentwurfs

Sibylle Steffan und Anna Cavazzini

Globale Krisen, eine EU, die durch den Brexit geschwächt ist oder die Herausforderungen einer humanen Flüchtlingspolitik: Es gibt keine leichten Rezepte, um die Welt da draußen gerechter und friedlicher zu machen. Das Kapitel “Welt im Blick” ist vermutlich auch deshalb eines der schwierigsten im ganzen Wahlprogramm; das Kapitel wo viele Ideen, Leidenschaften und Überzeugungen aufeinander treffen und in den nächsten Wochen und auf der BDK ausdiskutiert werden müssen. Wir stellen in Form von 8 Thesen unsere persönliche Bewertung des Kapitelentwurfs vor.

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24. Mai 2017
von Bärbel Höhn
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Konsequent umwelt- und soziale Lösungen verbinden – Umwelt im Kopf

Das Programm verbindet sehr konsequent umwelt- und soziale Lösungen. Von der Klimakrise, wo es um Generationen- und internationale Gerechtigkeit geht, bis zu bezahlbaren Mieten, sauberer Luft an Hauptverkehrsstraßen oder besseren Verbraucherrechten bei zu hohen Bankgebühren. Die Bekämpfung der Klimakrise ist notwendig, weil das Nichthandeln zu massiven Schäden für Mensch und Natur führen würde. Abschmelzen der Pole, Anstieg des Meeresspiegels mit Überflutung der Küstenstädte, Extremwetterschäden. Die Schäden des Klimawandels müssen nicht die Verursache bezahlen, sondern Menschen, die gar nichts damit zu tun haben. Auf der anderen Seite bedeutet die Überwindung der Klimakrise eine enorme Transformation in sehr kurzer Zeit mit großen sozialen Implikationen. Diese Dimension ist den meisten Menschen – auch vielen Grünen – noch nicht ausreichend bewusst.

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24. Mai 2017
von Sven-Christian Kindler
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Für den Politikwechsel kämpfen – Unsere Präambel im Wahlprogramm

Einer der schönsten Termine als Bundestagsabgeordneter sind für mich die Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern aus meinem Wahlkreis. Vor kurzem waren wieder 50 Menschen aus Hannover auf meine Einladung hin in Berlin. Ich beantworte in diesen Runden viele Fragen, aber ich nutze die Gelegenheit auch, um ungeschminktes Feedback zu bekommen. „Ich kriege nicht mit was grüne Positionen zu Fragen von Krieg und Frieden sind“, sagte eine junge Frau, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagiert. „Warum stellt ihre soziale Themen nicht mehr nach vorne?“, fragte ein Verwaltungsangestellter aus Hannover. „Wofür stehen die GRÜNEN noch?“, das höre ich zurzeit nicht nur in dieser Besucher*innengruppe.

Weil ich dieses Feedback sehr ernst nehme, werde ich in diesem Text auf einige dieser Fragen antworten. Und zwar am Beispiel unseres Wahlprogrammentwurfes. Die Kernaussagen, für die wir stehen, finden sich schon ganz am Anfang: in der Präambel. Das ist ein Text über unsere Präambel und wie wir auf dieser Grundlage wieder in die Offensive kommen können.

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